Was macht ein Pfadfinderleiter?

Die Hauptaufgabe eines Pfadfinderleiters ist es Gruppenstunden für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zu leiten, zu gestalten und sie in die Pfadfinderbewegung einzuführen. Neben den Gruppenstunden gibt es noch die Sommerlager und kleinere Übernachtungen oder Camps. Ziel ist es, dass die Gruppenkinder, durch das Erlernen von Pfadfindertechniken und das gemeinsame Erleben von Abenteuern in der Natur, zu Pfadfindern werden. Zudem wachsen sie dadurch mit ihren Mitpfadfindern und ihren Leitern als Gruppe zusammen. Pfadfinderleiter werden bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass man bereits ein Pfadfinder sein muss. Die beste Art pfadfinderische Fähigkeiten beizubringen ist es, sie gemeinsam mit den Gruppenkindern zu erlernen. So haben sowohl Leiter als auch Kinder ein Erfolgserlebnis.

Sicher fragst du dich nun, was den Kindern eigentlich beigebracht wird, damit sie zu Pfadfindern werden. Anders als die Schule legen Pfadfinder Wert auf die Charakterentwicklung. Das Ziel ist es, dass junge Menschen ihr volles Potential als Individuum entwickeln und zu verantwortungsvolle Bürger in ihrer Gesellschaft werden. Dazu gehört unter anderem die Überlebensfähigkeit, weshalb Pfadfindertechniken, wie das Feuer machen oder das Zelten in der Natur, nicht fehlen dürfen.

„There is five per cent of good even in the worst character. The sport is to find it, and then to develop it on to an 80 or 90 per cent basis“

Aids to Scoutmanship, 1944

Man kann sehen, dass auch hier die Leiter nicht ausgeschlossen sind.

Die Leiter der Wölflingsstufe haben die Aufgabe, aus kleinen Aktionen große Abenteuer zu machen, was in dem Alter von 6-10 Jahren noch sehr gut funktioniert. Das funktioniert für die Leute am besten, die gerne ihr inneres Kind pflegen. Dieses können sie dann mit Kindern zum Beispiel bei Geländespielen, oder dem Rösten von Stockbrot über dem Lagerfeuer ausleben.

In der Jungpfadfinderstufe können die Leiter idealerweise auf bereits in der Wölflingsstufe erlerntes aufbauen, und mit den Jungpfadfindern fortgeschrittenere Fähigkeiten für Abzeichen erwerben. Dazu zählen beispielsweise Fähigkeiten in Erster Hilfe. Darüber hinaus bietet sich die Jungpfadfinderstufe hervorragend für erste Wochenendlager an, die sowohl Kindern als auch Leitern sehr viel Freude bereiten.

An die Jungpfadfinderstufe knüpft die Pfadfindersstufe an. Als Leiter der Pfadfindersstufe kann man eine gewisse Selbstständigkeit von Seiten der Gruppenkinder voraussetzen, was die Planung von größeren Aktionen, wie zum Beispiel das Bauen eines Lagertors oder die Teilnahme an internationalen Pfadfindertreffen im Ausland, ermöglicht. Außerdem herrscht unter Pfadfindern zumeist ein guter Gruppenzusammenhalt, mit dem man als Leiter gut arbeiten kann, weil die meisten Pfadfinder sich seit der Wölflingsstufe kennen.

Also: Was lernt man als Pfadfinderleiter?

Als Pfadfinderleiter lernt man alles, was man seinen Gruppenkindern beibringen will. Dazu gehören unter anderem Pfadfindertechniken und das Leben mit der Natur. Natürlich darf dabei der Spaß in Form von Geländespielen, Sommerlagern und vielem mehr nicht fehlen. Ein Leiter lernt zu motivieren und entwickelt dabei Führungsfertigkeiten, die im späteren Arbeitsleben hilfreich sind. Auf diese Weise werden sowohl Kinder als auch Leiter Stück für Stück zu echten Pfadfindern, und schreiben Geschichten, die ein Leben lang in Erinnerung bleiben.

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